Fazit: Spielräume schaffen und auf der richtigen Flughöhe gestalten Kanton und Gemeinden haben vielfältige Möglichkeiten, gute Rahmenbedingungen für Kleininvestoren zu gestalten. Was braucht es, damit Anreize und Interventionen legitim bleiben, Raum für Ideen und Ausprobieren genutzt wird und Vorgaben nicht zu weit gehen? Raum für Ideen und Ausprobieren braucht es dort, wo die Wirkung und Akzeptanz neuer Instrumente noch unerprobt sind: Verkuppelungsveranstaltungen, Zuschlagskriterien für Baulandvergaben oder neue Finanzierungsmodelle lassen sich als Pilotprojekte erproben und mit den Erfahrungswerten anpassen. Komplexität wird nur dann reduziert, wenn neue Ansätze wie z.B. Zwischenfinanzierungen oder die Abgabe von Bauland nicht mit neuen Auflagen belastet werden. Bei direkten Unterstützungsmassnahmen wie der Abgabe von Bauland ist entscheidend, dass der Wettbewerb bestehen bleibt. Zu weit gehen Ansätze, wenn Vorgaben, beispielsweise für die Gewährung von Anteilsscheinen oder Darlehen, zur «Steuerung von aussen» genutzt werden. Und Investitionen in Dialog und Netzwerke lohnen sich nur, wenn Gemeinden längerfristig dranbleiben.

Gastbeitrag von Dr. Joëlle Zimmerli, Soziologin

Publikationsjahr

September 2026